Was KI-Medizinkodierung tatsächlich tut
KI-Kodierung liest die klinische Dokumentation und schlägt passende Diagnosecodes vor, in der Regel ICD-10 und in Deutschland insbesondere ICD-10-GM. Das Ziel ist nicht, die kodierende Person zu ersetzen, sondern die manuelle Suche zu reduzieren: Statt die Patientenakte erneut zu lesen und einen Code im Katalog zu suchen, sieht die verantwortliche Person einen vorgeschlagenen Code zusammen mit dem Text, der ihn begründet. DR. INFO erstellt den Vorschlag aus der von ihm mit erstellten Notiz, sodass der Code auf derselben Dokumentation basiert, die die Ärztin oder der Arzt unterzeichnet hat. Ein Vorschlag bleibt ein Entwurf, und die kodierende Person oder die Ärztin oder der Arzt bestätigt, ändert, ergänzt oder entfernt Codes, denn verantwortlich ist der Code, den eine Person freigibt.
ICD-10-GM: der deutsche Kodierstandard
In Deutschland wird die Diagnose nach ICD-10-GM kodiert, der deutschen Modifikation der ICD-10, die für Dokumentation und Abrechnung maßgeblich ist. DR. INFO schlägt die passenden ICD-10-GM-Codes direkt aus der Notiz vor, die es mit erstellt hat, und hält jeden Code zum belegenden Text nachvollziehbar. So bleibt die Kodierung an die Dokumentation gebunden, und die kodierende Person bestätigt den endgültigen Code. Es ist ein Kodiervorschlag als Dokumentationsschritt, keine Abrechnung.
Warum der Code auf die Dokumentation rückführbar bleiben muss
Ein Code ohne Begründung kann zum Problem werden. Wenn nicht erkennbar ist, warum eine Diagnose kodiert wurde, lässt sich der Code bei einem Audit schwerer begründen oder korrigieren. Der entscheidende Punkt bei KI-Kodierung ist deshalb die Nachvollziehbarkeit: Jeder vorgeschlagene Code sollte auf die Textstelle in der Dokumentation zurückgeführt werden können, die ihn stützt. DR. INFO zeigt die Dokumentation hinter jedem Vorschlag, sodass die kodierende Person den Code anhand des Textes prüfen kann, statt lediglich einer Bezeichnung zu vertrauen. Das entspricht dem Grundprinzip des gesamten Workflows: Ein Ergebnis ist erst dann nutzbar, wenn es vor der Übernahme anhand seiner Quelle überprüft werden kann.
Kodierung ist ein Dokumentationsschritt, keine Abrechnung
Eine klare Abgrenzung ist wichtig, weil der Markt diese Begriffe häufig vermischt. KI-Kodierung, wie sie DR. INFO durchführt, ist ein Dokumentationsschritt: Das System schlägt einen Diagnosecode aus der klinischen Notiz vor. Es handelt sich nicht um medizinische Abrechnung, die Einreichung von Abrechnungsansprüchen oder Revenue-Cycle-Management, denn das sind separate administrative Prozesse mit eigenen Systemen und Regeln. Die Vermischung von Kodierung und Abrechnung würde den Leistungsumfang überhöhen und Käuferinnen und Käufer irreführen. DR. INFO schlägt den Code vor und hält ihn nachvollziehbar; was eine Praxis anschließend mit diesem Code in ihrem Abrechnungssystem macht, ist eine separate Aufgabe, die DR. INFO nicht übernimmt.
Kodierung als Teil des gesamten klinischen Workflows
Kodierung ist ein Schritt im klinischen KI-Workflow und ist besonders sinnvoll, wenn sie direkt mit der Dokumentation verbunden ist. Da DR. INFO die Notiz und den Entlassbrief erstellt, stammt der vorgeschlagene Code aus derselben dokumentierten Begegnung, wodurch er mit der Dokumentation konsistent bleibt. Bei der Dokumentation verlieren Ärztinnen und Ärzte besonders viel Zeit, fast zwei Stunden für die Akte auf jede Stunde mit Patientinnen und Patienten [2], und auch die Kodierung gehört zu dieser Belastung; wird der Code aus der bereits erstellten Notiz vorgeschlagen, entfällt ein zusätzlicher Arbeitsschritt, statt ein weiteres separates Tool einzuführen. Die kodierende Person behält die Verantwortung für den endgültigen Code.
Warum Regulierung und EU-Hosting für die Kodierung wichtig sind
Das Vorschlagen eines Diagnosecodes aus der Patientenakte bedeutet, dass klinische Daten verarbeitet werden, sodass in Europa Anforderungen an Medizinprodukte und den Datenschutz gelten. Eine klinische KI, die als Medizinprodukt eingesetzt wird, muss nach der EU-MDR 2017/745 CE-gekennzeichnet sein und Patientendaten unter der DSGVO hosten, und nach dem EU AI Act gilt sie als Hochrisiko-KI [1][3]. DR. INFO ist CE-gekennzeichnet und wird in der EU gehostet, wobei die Daten auf EU-Servern unter der DSGVO gespeichert und nicht für das Training verwendet werden, was einer europäischen Klinik erlaubt, das System mit realen Dokumentationen einzusetzen und es nicht auf Beispieldaten zu beschränken.
Medizinkodierung, ICD-Kodierung oder Diagnosekodierung
KI-Kodierung, ICD-Kodierung mit KI und automatisierte Diagnosekodierung bezeichnen denselben Dokumentationsschritt: Software schlägt Diagnosecodes aus der klinischen Notiz vor, in Deutschland nach ICD-10-GM. Entscheidend ist, ob der Code nachvollziehbar mit der Dokumentation verbunden bleibt und ob das Tool seinen Leistungsumfang klar abgrenzt, denn es geht um Kodierung, nicht um Abrechnung. DR. INFO schlägt den ICD-10-GM-Code aus der von ihm mit erstellten Notiz vor, hält ihn nachvollziehbar verknüpft und überlässt die endgültige Entscheidung der kodierenden Person oder der Ärztin oder dem Arzt, als CE-gekennzeichnetes, in der EU gehostetes Medizinprodukt.
Häufige Fragen
- Was ist KI-Medizinkodierung?
- KI-Kodierung schlägt Diagnosecodes wie ICD-10 und in Deutschland insbesondere ICD-10-GM, den deutschen Kodierstandard, aus der klinischen Dokumentation vor. DR. INFO liest die von ihm mit erstellte Notiz, schlägt den passenden ICD-10-GM-Code vor und verknüpft ihn nachvollziehbar mit dem Text, der ihn begründet, wobei die kodierende Person oder die Ärztin oder der Arzt den endgültigen Code bestätigt.
- Unterstützt DR. INFO die ICD-10-GM-Kodierung?
- Ja. In Deutschland wird die Diagnose nach ICD-10-GM kodiert, und DR. INFO schlägt die passenden ICD-10-GM-Codes aus der dokumentierten Notiz vor, nachvollziehbar zum Text, der sie belegt. Die kodierende oder ärztliche Person bestätigt den endgültigen Code, sodass er in der Dokumentation verankert und verantwortet bleibt.
- Ersetzt KI-Medizinkodierung die kodierende Person?
- Nein. DR. INFO schlägt den Code vor und zeigt die zugrunde liegende Dokumentation. Die kodierende Person oder die Ärztin oder der Arzt prüft und bestätigt den endgültigen Code. Der Nutzen liegt darin, die manuelle Suche zu reduzieren, und nicht darin, die fachliche Beurteilung zu ersetzen.
- Führt DR. INFO medizinische Abrechnung durch?
- Nein. DR. INFO führt Kodierung als Dokumentationsschritt durch: Es schlägt den Diagnosecode aus der Notiz vor und hält ihn nachvollziehbar. Es übermittelt keine Abrechnungsansprüche und führt keine Revenue-Cycle- oder Abrechnungsprozesse durch. Die Abrechnung ist eine separate administrative Aufgabe mit eigenen Systemen, die DR. INFO nicht übernimmt.
- Welche Kodiersysteme verwendet KI-Medizinkodierung?
- Für die Diagnosekodierung wird grundsätzlich ICD-10 verwendet; in Deutschland ist ICD-10-GM der deutsche Kodierstandard, in den USA ICD-10-CM. DR. INFO schlägt den passenden Diagnosecode aus der dokumentierten Notiz vor. Die Ärztin oder der Arzt beziehungsweise die kodierende Person bestätigt den Code, sodass er in der Dokumentation verankert und einer Person zugeordnet bleibt.
- Ist KI-Medizinkodierung in Europa reguliert?
- Wenn die KI als Medizinprodukt eingesetzt wird, muss sie nach der EU-MDR 2017/745 CE-gekennzeichnet sein und Patientendaten unter der DSGVO hosten, und nach dem EU AI Act gilt sie als Hochrisiko-KI [1][3]. DR. INFO ist CE-gekennzeichnet und wird in der EU gehostet, wobei die Daten auf EU-Servern unter der DSGVO gespeichert und nicht für das Training verwendet werden, was einer europäischen Klinik erlaubt, das System mit realen Dokumentationen einzusetzen.
KI-Kodierung schlägt den Diagnosecode aus der klinischen Dokumentation vor, in Deutschland nach ICD-10-GM. Der Nutzen liegt in einem Code, der auf dem dokumentierten Inhalt basiert und geprüft werden kann, ohne die gesamte Patientenakte erneut durchzugehen. DR. INFO schlägt den ICD-10-GM-Code aus der von ihm mit erstellten Notiz vor und verknüpft jeden Code nachvollziehbar mit der zugrunde liegenden Dokumentation, während die kodierende Person oder die Ärztin oder der Arzt über den endgültigen Code entscheidet und Vorschläge korrigieren, ergänzen oder entfernen kann. Das ist Kodierung, nicht Abrechnung: DR. INFO übermittelt keine Abrechnungsansprüche. Da DR. INFO auch die Notiz und den Entlassbrief erstellt, stammt der Code aus derselben dokumentierten Begegnung, wodurch ein Arbeitsschritt in einem Workflow entfällt, in dem die Dokumentation bereits fast zwei Stunden pro Stunde mit Patientinnen und Patienten beansprucht [2].
Referenzen
- 1.Verordnung (EU) 2017/745 des Europäischen Parlaments und des Rates über Medizinprodukte (EU-MDR). 2017.
- 2.Sinsky C, et al. Allocation of Physician Time in Ambulatory Practice: A Time and Motion Study in 4 Specialties. Annals of Internal Medicine. 2016.
- 3.Verordnung (EU) 2024/1689 des Europäischen Parlaments und des Rates zur Festlegung harmonisierter Vorschriften für künstliche Intelligenz (EU AI Act). 2024.