DR. INFO und OpenEvidence im direkten Vergleich
Verfügbar in Deutschland, Österreich und der Schweiz
DR. INFO Ja, im Browser und als iPhone-App
OpenEvidence Nein, Zugang seit 28. April 2026 beendet
Antwortet auf Deutsch
DR. INFO Ja, in der Sprache der Frage; Oberfläche auf Deutsch
OpenEvidence Nein, nur Englisch
So entsteht die Antwort
DR. INFO Fließtext aus pro Frage abgerufenen Leitlinien und Literatur, jede Aussage belegt
OpenEvidence Fließtext mit Quellenangaben, US-orientierte Quellen
Datenhosting
DR. INFO Europäische Union, DSGVO
OpenEvidence Vereinigte Staaten
Leitlinienquellen
DR. INFO Europäische und nationale Leitlinien, pro Frage abgerufen, darunter AWMF- und DGVS-Quellen
OpenEvidence US-zentriert
Arzneimittelinformationen
DR. INFO FDA- und EMA-zugelassene Quellen, EMA-Fachinformation (SmPC)
OpenEvidence US-Quellen
Dokumentation
DR. INFO Scribe mit SOAP-Notizen und Arztbrief-Entwürfen im selben Produkt
OpenEvidence Keine
Regulatorischer Status
DR. INFO CE-zertifiziertes Medizinprodukt nach EU-MDR 2017/745
OpenEvidence Nicht CE-zertifiziert
HealthBench Hard (dieselben 100 Beispiele)
DR. INFO 0,72
OpenEvidence 0,49
Kosten
DR. INFO Kostenlose Stufe, Bezahlpläne
OpenEvidence War für verifizierte Ärztinnen und Ärzte kostenlos
| DR. INFO | OpenEvidence | |
|---|---|---|
| Verfügbar in Deutschland, Österreich und der Schweiz | Ja, im Browser und als iPhone-App | Nein, Zugang seit 28. April 2026 beendet |
| Antwortet auf Deutsch | Ja, in der Sprache der Frage; Oberfläche auf Deutsch | Nein, nur Englisch |
| So entsteht die Antwort | Fließtext aus pro Frage abgerufenen Leitlinien und Literatur, jede Aussage belegt | Fließtext mit Quellenangaben, US-orientierte Quellen |
| Datenhosting | Europäische Union, DSGVO | Vereinigte Staaten |
| Leitlinienquellen | Europäische und nationale Leitlinien, pro Frage abgerufen, darunter AWMF- und DGVS-Quellen | US-zentriert |
| Arzneimittelinformationen | FDA- und EMA-zugelassene Quellen, EMA-Fachinformation (SmPC) | US-Quellen |
| Dokumentation | Scribe mit SOAP-Notizen und Arztbrief-Entwürfen im selben Produkt | Keine |
| Regulatorischer Status | CE-zertifiziertes Medizinprodukt nach EU-MDR 2017/745 | Nicht CE-zertifiziert |
| HealthBench Hard (dieselben 100 Beispiele) | 0,72 | 0,49 |
| Kosten | Kostenlose Stufe, Bezahlpläne | War für verifizierte Ärztinnen und Ärzte kostenlos |
DR. INFO im Vergleich mit OpenEvidence
Rubrikbasierte Bewertung schwieriger, offener klinischer Gespräche aus demselben Durchlauf mit 100 Beispielen. Höher ist besser.
Quelle: Ravichandran S, et al. OpenAI’s HealthBench in Action. arXiv:2509.02594.
Häufige Fragen
- Ist OpenEvidence 2026 in Deutschland verfügbar?
- Nein. OpenEvidence hat den App-Zugang in der EU und im Vereinigten Königreich am 28. April 2026 beendet; Zugriffe aus deutschen und anderen europäischen Adressbereichen werden seitdem geblockt. Das Unternehmen nannte regulatorische Unsicherheit bei den europäischen KI-Vorgaben. Ein Datum für eine Rückkehr wurde nicht genannt.
- Ist OpenEvidence in Deutschland gesperrt, oder liegt eine Störung vor?
- Es ist eine Sperre, keine Störung. Seit dem 28. April 2026 blockt OpenEvidence Zugriffe aus der EU und dem Vereinigten Königreich; wer aus Deutschland die Seite oder die App öffnet, bekommt deshalb keine Antwort mehr, unabhängig von Gerät oder Konto. Eine Statusmeldung oder ein Neustart hilft nicht, weil der Dienst absichtlich nicht mehr aus Europa erreichbar ist.
- Gibt es OpenEvidence auf Deutsch?
- Nein. OpenEvidence hat nie auf Deutsch geantwortet und keine deutsche Oberfläche angeboten; die Quellen waren US-orientiert. DR. INFO antwortet in der Sprache, in der Sie fragen, also auch auf Deutsch, und das Produkt selbst ist auf Deutsch verfügbar.
- Funktioniert die OpenEvidence-App noch in Deutschland?
- Aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz heraus nicht mehr: Anmeldung und Zugriff aus europäischen Adressbereichen sind seit April 2026 gesperrt, in der App wie im Browser. DR. INFO gibt es im Browser unter app.drinfo.ai und als iPhone-App.
- Wann ist OpenEvidence wieder verfügbar?
- Ein Datum gibt es nicht. Der Rückzug war an die europäische KI-Regulierung geknüpft; eine Rückkehr wäre eine Entscheidung des Unternehmens, keine Reparatur. Wer heute eine belegte Antwort auf eine klinische Frage braucht, wartet besser nicht darauf.
- Kann ich OpenEvidence auf Deutsch umstellen?
- Nein. OpenEvidence hat keine deutsche Oberfläche und antwortet nur auf Englisch; eine Spracheinstellung dafür gibt es nicht. DR. INFO antwortet in der Sprache der Frage und ist als Produkt auf Deutsch verfügbar.
- Warum hat sich OpenEvidence aus Europa zurückgezogen?
- OpenEvidence hat sich aus der EU und dem Vereinigten Königreich gemeinsam zurückgezogen und dabei Unsicherheit über die europäische KI-Regulierung genannt, einschließlich des EU AI Act. Kommentare in der Fachpresse behandeln den Schritt als Ausdruck der regulatorischen Kluft zwischen US-Gesundheits-KI und europäischen Vorgaben [6].
- Was nutzen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland stattdessen?
- Zwei Arten von Werkzeugen. Die frei zugänglichen Referenzquellen: das AWMF-Leitlinienregister mit den S1- bis S3-Leitlinien der Fachgesellschaften [5] und die Fachinformationen der Arzneimittel, beides Dokumente zum Nachlesen. Und DR. INFO, eine europäische klinische KI, die eine klinische Frage mit Quellenangaben beantwortet, die sich öffnen lassen, Daten in der EU hostet und einen Scribe sowie Arztbrief-Entwürfe mitbringt.
- Ist DR. INFO die beste OpenEvidence-Alternative für deutsche Ärztinnen und Ärzte?
- Für alle, denen OpenEvidence eine belegte, ausformulierte Antwort auf eine klinische Frage war, ist DR. INFO die nächste Entsprechung, die sich aus Deutschland nutzen lässt: Es ruft pro Frage Leitlinien und Literatur ab, belegt jede Aussage, hostet Daten in der EU, antwortet auf Deutsch und erreichte auf HealthBench Hard 0,72 gegenüber 0,49 für OpenEvidence.
- Wie belegt DR. INFO seine Antworten?
- Jede Antwort entsteht aus Dokumenten, die für genau diese Frage abgerufen wurden, und jede Aussage trägt eine Quellenangabe, die das Original öffnet: eine Leitlinie, eine peer-reviewte Studie oder ein FDA- oder EMA-Arzneimitteldokument. So lässt sich die Antwort prüfen, wie es die Zusammenfassung eines Kollegen nicht erlaubt. In einer prospektiven Pilotstudie, 2026 in Cureus veröffentlicht, bewerteten Ärztinnen und Ärzte, die DR. INFO am Point of Care nutzten, genau diese Nachvollziehbarkeit als Teil des Nutzens [7].
- Deckt DR. INFO AWMF-Leitlinien ab?
- Ja. Neben internationalen und europäischen Leitlinien wie ESC, ESMO, KDIGO und WHO ruft DR. INFO nationale Empfehlungen ab, darunter AWMF- und DGVS-Quellen, und antwortet auf Deutsch. Die Abdeckung ist breit, aber für keine einzelne Fachgesellschaft vollständig; das Quelldokument ist in jeder Antwort verlinkt, und maßgeblich bleibt die aktuelle Fassung im AWMF-Register. Unser Verzeichnis der 2026 neuen und aktualisierten S3-Leitlinien verlinkt jede einzelne.
- Wo werden die Daten gehostet, und was heißt das für die Praxis?
- DR. INFO wird in der Europäischen Union nach DSGVO gehostet. Ob ein Werkzeug mit personenbezogenen Patientendaten genutzt werden darf, entscheidet dennoch jede Praxis, jedes MVZ und jedes Krankenhaus selbst, in Deutschland auch mit Blick auf die ärztliche Schweigepflicht. Die Datenschutzbeauftragte oder der Datenschutzbeauftragte ist dafür die richtige Adresse.
- Ist DR. INFO für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland kostenlos?
- Es gibt eine kostenlose Stufe für Ärztinnen, Ärzte und Medizinstudierende, mit Bezahlplänen für intensivere Nutzung. DR. INFO läuft im Browser unter app.drinfo.ai und als iPhone-App, aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
- Funktioniert DR. INFO auch in Österreich und der Schweiz?
- Ja. DR. INFO ist in ganz Europa verfügbar, also auch in Österreich und der Schweiz, und antwortet auf Deutsch. Nationale Leitlinien richten sich nach der Ländereinstellung; europäische und internationale Leitlinien werden unabhängig vom Land ausgegeben.
- Ist DR. INFO ein zertifiziertes Medizinprodukt?
- Ja. DR. INFO ist nach EU-MDR 2017/745 CE-zertifiziert [8] und wird von der Synduct GmbH in München entwickelt und betrieben.
OpenEvidence kommt an keinem angekündigten Datum nach Deutschland zurück, eine deutsche Version gab es nie, und das AWMF-Register war nie eine Antwortmaschine. Für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die eine belegte Antwort auf eine klinische Frage wollen, ist DR. INFO das Werkzeug, das man zuerst ausprobiert: in Europa gebaut, in der EU gehostet, auf Deutsch, kostenlos zum Einstieg, und im schwersten öffentlichen Benchmark klinischer Antworten vor OpenEvidence.
Referenzen
- 1.Breaking: OpenEvidence app access terminated in the UK and EU. Telehealth and Telecare Aware. 28 April 2026.
- 2.The US-based medical search engine OpenEvidence is down in Europe: a commentary on regulatory complexities. Intelligence-Based Medicine. 2026.
- 3.Ravichandran S, Kumar S, Corga Da Silva R, Romano M, et al. OpenAI’s HealthBench in Action: Evaluating an LLM-Based Medical Assistant on Realistic Clinical Queries. arXiv:2509.02594. 2026.
- 4.Arora RK, Wei J, Soskin Hicks R, et al. HealthBench: Evaluating Large Language Models Toward Improved Human Health. OpenAI. 2025.
- 5.AWMF. Leitlinienregister: aktuelle Leitlinien der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften.
- 6.OpenEvidence exits Europe, highlighting divide in health AI rules. Telehealth.org. 2026.
- 7.Corga Da Silva R, Romano M, Mendes T, et al. DR. INFO at the Point of Care: A Prospective Pilot Study of Physician-Perceived Value of an Agentic Artificial Intelligence Clinical Assistant. Cureus. 2026.
- 8.Regulation (EU) 2017/745 of the European Parliament and of the Council on medical devices (EU MDR). Official Journal of the European Union. 2017.