DR. INFOvsOpenEvidenceAktualisiert 16. Oktober 2026

OpenEvidence in Österreich: Ist es verfügbar, und was nutzen Ärztinnen und Ärzte stattdessen? (2026)

Die beste OpenEvidence-Alternative in Österreich ist DR. INFO: eine in Europa entwickelte, in der EU gehostete klinische KI, die eine belegte Antwort auf Deutsch aus Leitlinien und Literatur schreibt und in Österreich nutzbar ist, seit OpenEvidence den Zugang aus der EU beendet hat. OpenEvidence hat den App-Zugang in der EU und im Vereinigten Königreich am 28. April 2026 eingestellt und dabei auf regulatorische Unsicherheit bei den europäischen KI-Vorgaben verwiesen; Zugriffe aus österreichischen und anderen europäischen Adressbereichen werden seitdem geblockt [1][2]. Eine deutsche Version gab es nie: OpenEvidence antwortete auf Englisch und stützte sich auf US-Quellen. Den 53.353 Ärztinnen und Ärzten, die die Österreichische Ärztekammer zum 31. Dezember 2025 zählte [3], bleiben die vertrauten Nachschlagewerke: der Austria-Codex für die Fachinformationen [4] und die deutschsprachigen S3-Leitlinien, an denen österreichische Fachgesellschaften mitschreiben [5]. Beides sind Dokumente zum Nachlesen, keine Antworten auf die Frage zu der Patientin oder dem Patienten, die gerade in der Ordination oder auf der Station vor einem sitzt. Auf OpenAIs HealthBench Hard erreichte DR. INFO 0,72 gegenüber 0,49 für OpenEvidence bei denselben 100 Beispielen [6][7]. Diese Seite erklärt, was passiert ist, was in Österreich bleibt und wie die Optionen für Ordination, Spital und Turnus abschneiden.

DR. INFO und OpenEvidence im direkten Vergleich

Verfügbar in Österreich

DR. INFO Ja, im Browser und als iPhone-App

OpenEvidence Nein, Zugang aus der EU seit 28. April 2026 beendet

Antwortet auf Deutsch

DR. INFO Ja, in der Sprache der Frage; Oberfläche auf Deutsch

OpenEvidence Nein, nur Englisch

So entsteht die Antwort

DR. INFO Fließtext aus pro Frage abgerufenen Leitlinien und Literatur, jede Aussage belegt

OpenEvidence Fließtext mit Quellenangaben, US-orientierte Quellen

Datenhosting

DR. INFO Europäische Union, DSGVO

OpenEvidence Vereinigte Staaten

Leitlinienquellen

DR. INFO Europäische und nationale Leitlinien, pro Frage abgerufen, darunter die deutschsprachigen S3-Leitlinien mit österreichischer Beteiligung

OpenEvidence US-zentriert

Arzneimittelinformationen

DR. INFO FDA- und EMA-zugelassene Quellen, EMA-Fachinformation (SmPC); der Austria-Codex bleibt die österreichische Referenz

OpenEvidence US-Quellen

Dokumentation

DR. INFO Scribe mit SOAP-Notizen und Arztbrief-Entwürfen im selben Produkt

OpenEvidence Keine

Regulatorischer Status

DR. INFO CE-zertifiziertes Medizinprodukt nach EU-MDR 2017/745, die in Österreich unmittelbar gilt

OpenEvidence Nicht CE-zertifiziert

HealthBench Hard (dieselben 100 Beispiele)

DR. INFO 0,72

OpenEvidence 0,49

Kosten

DR. INFO Kostenlose Stufe, Bezahlpläne

OpenEvidence War für verifizierte Ärztinnen und Ärzte kostenlos

DR. INFO im Vergleich mit OpenEvidence

DR. INFO und OpenEvidence in HealthBench Hard

Rubrikbasierte Bewertung schwieriger, offener klinischer Gespräche aus demselben Durchlauf mit 100 Beispielen. Höher ist besser.

0.250.500.751.000.72DR. INFO0.49OpenEvidence

Quelle: Ravichandran S, et al. OpenAI’s HealthBench in Action. arXiv:2509.02594.

Häufige Fragen

Ist OpenEvidence 2026 in Österreich verfügbar?
Nein. OpenEvidence hat den App-Zugang in der EU und im Vereinigten Königreich am 28. April 2026 beendet; Zugriffe aus österreichischen und anderen europäischen Adressbereichen werden seitdem geblockt. Das Unternehmen nannte regulatorische Unsicherheit bei den europäischen KI-Vorgaben. Ein Datum für eine Rückkehr wurde nicht genannt.
Ist OpenEvidence in Österreich gesperrt, oder liegt eine Störung vor?
Es ist eine Sperre, keine Störung. Seit dem 28. April 2026 blockt OpenEvidence Zugriffe aus der EU, und Österreich ist EU-Mitglied. Wer aus Wien, Graz oder Innsbruck die Seite oder die App öffnet, bekommt deshalb keine Antwort mehr, unabhängig von Gerät, Konto oder Netz. Ein Neustart hilft nicht, weil der Dienst absichtlich nicht mehr aus Europa erreichbar ist.
Gibt es OpenEvidence auf Deutsch?
Nein. OpenEvidence hat nie auf Deutsch geantwortet und keine deutsche Oberfläche angeboten; die Quellen waren US-orientiert. DR. INFO antwortet in der Sprache, in der Sie fragen, also auch auf Deutsch, und das Produkt selbst ist auf Deutsch verfügbar.
Funktioniert die OpenEvidence-App noch in Österreich?
Nein. Die App lässt sich zwar installieren, Anmeldung und Zugriff aus EU-Adressbereichen sind aber seit April 2026 gesperrt, in der App wie im Browser. DR. INFO gibt es im Browser unter app.drinfo.ai und als iPhone-App, aus Österreich ohne Umwege.
Wann kommt OpenEvidence nach Österreich?
Ein Datum gibt es nicht. Der Rückzug war an die europäische KI-Regulierung geknüpft, deren Pflichten für medizinische KI bis 2027 stufenweise greifen; eine Rückkehr wäre eine Entscheidung des Unternehmens, keine Reparatur. Wer heute eine belegte Antwort auf eine klinische Frage braucht, wartet besser nicht darauf.
Warum hat sich OpenEvidence aus Europa zurückgezogen?
OpenEvidence hat sich aus der EU und dem Vereinigten Königreich gemeinsam zurückgezogen und dabei Unsicherheit über die europäische KI-Regulierung genannt, einschließlich des EU AI Act. Kommentare in der Fachpresse behandeln den Schritt als Ausdruck der regulatorischen Kluft zwischen US-Gesundheits-KI und europäischen Vorgaben [8].
Was nutzen Ärztinnen und Ärzte in Österreich stattdessen?
Zwei Arten von Werkzeugen. Die österreichischen Referenzquellen: der Austria-Codex mit den Fachinformationen aller in Österreich zugelassenen Arzneispezialitäten [4], die e-Medikation in ELGA für die aktuelle Medikation der Patientin oder des Patienten [9] und die S3-Leitlinien im AWMF-Register, von denen viele gemeinsam mit österreichischen Fachgesellschaften entstehen [5]. Und DR. INFO, eine europäische klinische KI, die eine klinische Frage mit Quellenangaben beantwortet, die sich öffnen lassen, Daten in der EU hostet und einen Scribe sowie Arztbrief-Entwürfe mitbringt.
Ist DR. INFO die beste OpenEvidence-Alternative für österreichische Ärztinnen und Ärzte?
Für alle, denen OpenEvidence eine belegte, ausformulierte Antwort auf eine klinische Frage war, ist DR. INFO die nächste Entsprechung, die sich aus Österreich nutzen lässt: Es ruft pro Frage Leitlinien und Literatur ab, belegt jede Aussage, hostet Daten in der EU, antwortet auf Deutsch und erreichte auf HealthBench Hard 0,72 gegenüber 0,49 für OpenEvidence.
Wie belegt DR. INFO seine Antworten?
Jede Antwort entsteht aus Dokumenten, die für genau diese Frage abgerufen wurden, und jede Aussage trägt eine Quellenangabe, die das Original öffnet: eine Leitlinie, eine peer-reviewte Studie oder ein FDA- oder EMA-Arzneimitteldokument. So lässt sich die Antwort prüfen, wie es die Zusammenfassung eines Kollegen nicht erlaubt. In einer prospektiven Pilotstudie, 2026 in Cureus veröffentlicht, bewerteten Ärztinnen und Ärzte, die DR. INFO am Point of Care nutzten, genau diese Nachvollziehbarkeit als Teil des Nutzens [10].
Deckt DR. INFO österreichische Leitlinien ab?
Österreich hat kein eigenes zentrales Leitlinienregister wie die AWMF. Viele Empfehlungen, nach denen in Österreich behandelt wird, sind die deutschsprachigen S3-Leitlinien, an denen österreichische Fachgesellschaften mitschreiben, dazu die europäischen Leitlinien von ESC, ESMO oder KDIGO. DR. INFO ruft diese Quellen pro Frage ab und antwortet auf Deutsch; mit der Ländereinstellung Österreich werden nationale Empfehlungen bevorzugt. Die Abdeckung ist breit, aber für keine Fachgesellschaft vollständig; das Quelldokument ist in jeder Antwort verlinkt, und maßgeblich bleibt die jeweils aktuelle Fassung.
Wo werden die Daten gehostet, und was heißt das für Ordination und Spital?
DR. INFO wird in der Europäischen Union nach DSGVO gehostet, die in Österreich unmittelbar gilt und durch das Datenschutzgesetz ergänzt wird. Ob ein Werkzeug mit personenbezogenen Patientendaten genutzt werden darf, entscheidet dennoch jede Ordination, jede Gruppenpraxis und jedes Spital selbst, auch mit Blick auf die ärztliche Verschwiegenheitspflicht nach dem Ärztegesetz. Eine klinische Frage ohne Patientenbezug zu stellen, überträgt keine Gesundheitsdaten; für alles andere ist die Datenschutzbeauftragte oder der Datenschutzbeauftragte die richtige Adresse.
Ist DR. INFO für Ärztinnen und Ärzte in Österreich kostenlos?
Es gibt eine kostenlose Stufe für Ärztinnen, Ärzte, Turnusärztinnen und Turnusärzte sowie Medizinstudierende, mit Bezahlplänen für intensivere Nutzung. DR. INFO läuft im Browser unter app.drinfo.ai und als iPhone-App, aus Österreich ohne Einschränkung.
Zählt die Nutzung von DR. INFO als DFP-Fortbildung?
Nein. DR. INFO ist ein Arbeitswerkzeug für den klinischen Alltag, keine approbierte Fortbildung. DFP-Punkte gibt es in Österreich nur für Fortbildungen, die von der Akademie der Ärzte approbiert sind und auf meindfp.at verbucht werden [11]. Was DR. INFO beiträgt, ist der Weg zur Leitlinie oder Studie, die hinter einer Antwort steht; das Lesen und Lernen bleibt bei Ihnen.
Ist DR. INFO ein zertifiziertes Medizinprodukt?
Ja. DR. INFO ist nach EU-MDR 2017/745 CE-zertifiziert [12]; die Verordnung gilt in Österreich unmittelbar, zuständige Behörde ist das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen. Entwickelt und betrieben wird DR. INFO von der Synduct GmbH in München.

OpenEvidence kommt an keinem angekündigten Datum nach Österreich zurück, eine deutsche Version gab es nie, und der Austria-Codex war nie eine Antwortmaschine. Für Ärztinnen und Ärzte in Ordination, Spital und Turnus, die eine belegte Antwort auf eine klinische Frage wollen, ist DR. INFO das Werkzeug, das man zuerst ausprobiert: in Europa gebaut, in der EU gehostet, auf Deutsch, kostenlos zum Einstieg, und im schwersten öffentlichen Benchmark klinischer Antworten vor OpenEvidence.

Referenzen

  1. 1.Breaking: OpenEvidence app access terminated in the UK and EU. Telehealth and Telecare Aware. 28 April 2026.
  2. 2.The US-based medical search engine OpenEvidence is down in Europe: a commentary on regulatory complexities. Intelligence-Based Medicine. 2026.
  3. 3.Österreichische Ärztekammer. Aktuelle Ärztestatistik: Trends, die in der Gesundheitspolitik bedacht werden sollten. Presseaussendung, 29. Juli 2026.
  4. 4.Österreichische Apotheker-Verlagsgesellschaft. Austria-Codex: Fachinformationen der in Österreich zugelassenen Arzneispezialitäten.
  5. 5.AWMF. Leitlinienregister: aktuelle Leitlinien der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften.
  6. 6.Ravichandran S, Kumar S, Corga Da Silva R, Romano M, et al. OpenAI’s HealthBench in Action: Evaluating an LLM-Based Medical Assistant on Realistic Clinical Queries. arXiv:2509.02594. 2026.
  7. 7.Arora RK, Wei J, Soskin Hicks R, et al. HealthBench: Evaluating Large Language Models Toward Improved Human Health. OpenAI. 2025.
  8. 8.OpenEvidence exits Europe, highlighting divide in health AI rules. Telehealth.org. 2026.
  9. 9.ELGA GmbH. ELGA: die elektronische Gesundheitsakte in Österreich.
  10. 10.Corga Da Silva R, Romano M, Mendes T, et al. DR. INFO at the Point of Care: A Prospective Pilot Study of Physician-Perceived Value of an Agentic Artificial Intelligence Clinical Assistant. Cureus. 2026.
  11. 11.Österreichische Akademie der Ärzte. meindfp.at: das Diplom-Fortbildungs-Programm der Österreichischen Ärztekammer.
  12. 12.Regulation (EU) 2017/745 of the European Parliament and of the Council on medical devices (EU MDR). Official Journal of the European Union. 2017.